Bimsemann und Rockenkeil,
Bimsemann und Rockenkeil.
Der Bäckerlehrling Rudolf Schroth
verdient sein Brot, nun ja mit Brot.
er Semmeln macht, die sehr gefragt.
Zum Frühstück oder fürs Büro
und für das Gulasch sowieso.
Doch heute ist er nicht am Damm,
weil er direkt vom Biere kam.
Er temperiert den Ofen vor
und wärmt sich kurz das Lehrlingsohr. Da
kommt der Meister in die Stube im Trog,
da ruht der Bäckerbube. Bis
dahin war die Welt noch heil
Bei Bimsemann und Roggenkeil.
Der Meister sagt zum Leobrudel,
Red mir keinen Topfenstrudel,
Sonst semmel ich ihm eine drüber.
Sauerteigig meint der Knabe,
Ob er nicht etwas Weichres habe,
denn der Bims in Beckers Hand
seit Wochen keinen Käufer fand.
So ein Krapfen wär mir recht,
die Collage auch nicht schlecht,
Welt ist nur mehr halb so heil
bei Bimsemann und Roggenkeil. Dem
Schäffe walkt sich das Gedärm
und er geht hoch wie einst die Gärm.
Darauf focht man im Duett
ein hurtiges Baguette -Floret.
Das Brioche -Kipferl als Geschoss wird
Bimsemann so leicht nicht los.
Es kehrt zurück als Bumerang
Schmerzgebeugt und wütend rot,
Greift er sich das Osterbrot,
Das unweit im Regale lag,
Dabei ist erst Gründonnerstag.
Binsemann und Rockenkeil,
Jetzt wird es bunt, jetzt wird es grell,
man kämpft sich durch das Weizenmehl. Das Ende naht,
zum Viskus wird das Fladenbrot. Es
wirft der Chef mit solcher Wucht,
dass Zeus in ihn sein Vorbild sucht.
Die Tür geht auf, der Bub sich duckt,
Frau Bimsemann die Flade schluckt.
Mohrenkopf und Schmalzgebäcke En
den schmatzen an der Decke
Alles fliegt und nichts bleibt heil
Die Stollen ziehen ihre Bahn
by Rock 'n'Sone und Bimsemann